360º - A Different Approach
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by 3P Institute for Sustainable Management

Migros - Kids Schule Tirupur

Migros - Kids Schule

Ein besonderes Augenmerk legt die Migros schon immer auf den Bereich der Kinderarbeit. Mit Verboten alleine jedoch ist Kinderarbeit nicht zu beseitigen. Meist brauchen die Familien diesen Lohn zum Überleben. Aus diesem Grund sucht die Migros ständig nach neuen Wegen.

kids_classroom

Über die Stiftung K.I.D.S finanziert die Migros Projekte wie zum Beispiel die Einrichtung und den Betrieb von Schulen in ausgewählten Produktionsländern.

Ein Projek das in Südindien die Errichtung einer Ganztagsschule sowie die dazugehörige Verpflegung und medizinische Betreuung von derzeit 896 Kindern vorsieht ist realisert. Der Bau der Schule in Tirupur wurde durch den “Fonds für gezielte Hilfe” des Migros-Genossenschaftsbundes getragen.

Migros_kidsschool

Ausgangslage

Gemäss der Vereinbarung vom 26.02.1996 zwischen dem Verein K.I.D.S und dem Migros Genossenschaftsbund hat K.I.D.S bei Migros Lieferanten im Rahmen eines dreijährigen Vertrages arbeitenden Kindern eine Ausbildung schulischer oder beruflicher Art ermöglicht. Das Projekt sah eine halbtägige Freistellung zum Schulbesuch oder zur beruflichen Ausbildung unter gleichzeitiger Fortzahlung des Lohnes vor. Diese Projektphase wurde Anfang 1999 abgeschlossen und unter Berücksichtigung noch verfügbarer finanzieller Mittel um das laufende Projekt erweitert.

Projekt

kinder-kids-school Viele Bekleidungsstücke der Migros werden in den Fabriken von Tirupur produziert und hier verlangt die Migros schon lange von ihren Lieferanten ökologische Produktionsprozesse und sozial vertretbare Arbeitsbedingungen. Vor Jahren kam die Idee auf, für die Kinder der TextilarbeiterInnen eine Schule zu bauen, um sie auszubilden und ihnen eine Kindheit in Würde und Gesundheit zu ermöglichen. Dafür bietet die öffentliche Schule aber keine Gewähr. Schlechtbezahlte Lehrkräfte und drastischer Geldmangel machen häufig eine Bildung unmöglich. Wer sich eine kostenpflichtige Schule nicht leisten kann, schickt seine Kinder bald zur Arbeit in eine Fabrik. Um diese Ausgangslage zu verbessern wollte die Migros eine Alternative bieten und finanzierte über den “Fonds für gezielte Hilfe” eine Schule, die für alle Kinder der umliegenden Dörfer kostenlos zugänglich ist. Diese Schule bietet eine gute Infrastruktur, motivierte Lehrkräfte, Lehrmittel und kostenlosen Transport.

Die Planungs- und Bauarbeiten zogen sich über fast vier Jahre hin, obwohl bereits 1999 eine provisorische Schule gebaut wurde, in der während der Bauphase bereits über 100 Kinder in sechs Klassen ausgebildet wurden.

Die Migros-Lieferanten wurden von Beginn an in das Projekt involviert um eine Situation der Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen. Ein geeignetes Grundstück wurde gesucht und gekauft, alle bürokratischen und baulichen Hürden genommen. Am 11. Dezember 2000 war es schließlich soweit: Die erste Etappe der neuen Schule mit 12 Klassenräumen, einem Computerraum und fünf Klassen in vier Jahrgängen wurde offiziell eröffnet. Stolz waren viele: Die Fabrikanten, die Planung und Koordination übernommen haben, strahlten. Die Kinder, die ein Kulturprogramm speziell für die Eröffnung einstudiert hatten, sangen und tanzten. Und die Eltern, die mit großer Hoffnung ihre Kinder in die Schule schicken, bestätigten, dass auch sie Sorge zur Ausbildung ihrer Kinder tragen werden. Seit November 2002 wird dem Bildungsprojekt eine Projektkoordinatorin kostenlos zur Verfügung gestellt. Ihre Aufgabe konzentriert sich auf einen reibungslosen Ablauf aller Aktivitäten des Bildungsprojekts in Tirupur. Sie koordiniert das Projekt und vermittelt zwischen dem Lehrpersonal, der KIDS-Society und KIDS e.V. in Köln. Um den Verwaltungs- und Organisationsablauf des Projekts zu verbessern, wird seit 2003 auf die Beratungsorganisation CEVA zurückgegriffen.

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